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Diese Versicherungen sind essenziell für Ihr Startup

Die Gründungsphase ist eine aufregende Zeit, bei der alles andere wichtiger erscheint, als an mögliche Risiken und deren Absicherung zu denken. Zudem kosten Versicherungen – Geld, das gerade bei der Existenzgründung meist knapp ist. Bevor das Abenteuer Startup und die damit verbundenen Hoffnungen und Träume ohne eine ausreichende Absicherung durch unvorhergesehene Schäden schon wieder vorbei ist, sollten Sie vorsorgen.

Beantworten Sie für sich die Frage, welche Versicherungen für Startups von Beginn an notwendig sind und welche sich ggf. aufschieben lassen, bis das Geschäft angelaufen ist. Da die Entscheidung für und gegen bestimmte Versicherungen alles andere als leicht ist, lesen Sie hier unsere Empfehlungen und holen Sie sich am besten eine professionelle Beratung an die Seite.

Welche Risiken lauern auf Startup und Co.?

Startups bzw. Unternehmen ganz allgemein stehen eine Vielzahl von Versicherungen zur Auswahl.

Im Prinzip lässt sich jedes Risiko mit einer eigenen Versicherung oder einem zusätzlichen Baustein abdecken. Im Kern geht es bei Versicherungen für Startups darum, Ihren Betrieb und Ihre Mitarbeiter zu schützen.

Typische Gefahren lauern hier:

  • Schadensersatzforderungen von Kunden
  • Rechtsstreit mit (ehemaligen) Mitarbeitern
  • Schadensersatzforderungen von Wettbewerbern
  • Maschinen- und Betriebsausfälle aufgrund von (Un)Wetter etc.
  • Abmahnung & Schadensersatzforderungen wegen Verstoß gegen Datenschutzverordnung etc.
  • Immer wichtiger online: Cyber-Gefahren, Verletzung von Urheberrechten etc.

Versicherungen für alle Startups: Die Basics

Je nach der Größe des Unternehmens und der Branche ist eine Absicherung in den verschiedensten Bereichen sinnvoll (oder eben nicht). Die Auswahl des geeigneten Versicherungspaketes für Startups hängt also immer vom Einzelfall ab. Neben den Basics wie Krankenversicherung und Rentenversicherung kommen noch eine Reihe anderer Versicherungen für Startups infrage. Mit den nachfolgenden Versicherungen stattet man sie mit einem guten Basisschutz aus.

Krankenversicherung

Um gerade Selbstständige vor einer brenzligen Kostenfalle im Krankheitsfall zu schützen, wurde vor rund 10 Jahren in Deutschland die Pflichtversicherung in einer Krankenversicherung eingeführt. Selbstständige haben die Möglichkeit, sich entweder freiwillig gesetzlich zu versichern oder Privatpatient zu werden. Im Gegensatz zu den gesetzlichen Krankenkassen werden die Beiträge bei der privaten Krankenversicherung nicht nach dem Einkommen kalkuliert, sondern nach dem individuellen Risiko, dem Alter und weiteren Faktoren. Junge, gesunde Versicherte profitieren hier als Privatpatient von günstigen Beiträgen.

Rentenversicherung

Für manche stellt sich die Frage gar nicht, denn sie unterliegen der Rentenversicherungspflicht und müssen in die gesetzliche Altersvorsorge einzahlen. Darunter fallen z. B. Handwerker, Hebammen, freiberufliche Lehrkräfte, Künstler und Publizisten. Ansonsten können Sie sich entweder freiwillig gesetzlich rentenversichern oder privat vorsorgen. Als Selbstständige haben Sie die Möglichkeit, den Regelbeitrag zu wählen, der bei rund 600 Euro monatlich liegt. Für Gründer besteht in den ersten 3 Jahren nach dem Jahr der Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit die Möglichkeit, nur den halben Regelbeitrag zu zahlen.

Betriebshaftpflichtversicherung

Sie greift beispielsweise dann, wenn sich ein Kunde oder Lieferant in Ihrem Ladengeschäft verletzt oder wenn Sie oder einer Ihrer Mitarbeiter bei einem Kunden einen Schaden anrichten. Die Betriebshaftpflichtversicherung kommt für Kosten auf, die Personen- oder Sachschaden bei einem Dritten verursachen. Gerade wenn Menschen verletzt werden, können die Kosten für die Behandlung, Schmerzensgeld und erforderliche Rehamaßnahmen oder dauernde Arbeitsausfälle sechs- oder siebenstellig werden. Kosten, für die ohne eine Betriebshaftpflichtversicherung persönlich gehaftet werden muss, was die wenigsten Startups sich leisten können.

Versichert ist nicht nur der Versicherungsnehmer, sondern alle Mitarbeiter eines Unternehmens. Die Höhe der Beiträge hängt unter anderem von der Größe des Teams, dem Bruttoumsatz sowie dem Umfang des zu versichernden Risikos ab.

Tipp: Viele Betriebshaftpflichtversicherungen decken (auf Anfrage) auch den privaten Bereich ab

Berufshaftpflichtversicherung (auch Vermögensschadenshaftpflichtversicherung)

Sind Sie in Ihrem Startup beratend oder prüfend tätig, ist der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung ratsam – bei einigen Berufsgruppen wie Rechtsanwälten, Ärzten oder Steuerberatern ist sie sogar verpflichtend und wichtiger als die Betriebshaftpflichtversicherung, da hierunter besonders weitreichende Fehler wie Behandlungsfehler, fehlerhafte Auskünfte, Fristversäumnisse oder Rechenfehler fallen.

Die Berufshaftpflichtversicherung springt ein, wenn Klienten falsch beraten werden (oder es annehmen) und einen Schadensersatz geltend machen. Geht das gesamte Unternehmen eines Auftraggebers aufgrund eines IT-Fehlers nach Wartungsarbeiten oder einem Systemupdate für mehrere Stunden oder Tage offline, übernimmt das die Berufs- bzw. Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Sie deckt dann die finanziellen Schäden ab, die in der Betriebshaftpflichtversicherung normalerweise nicht abgedeckt sind. Unechte Vermögensschäden werden hingegen von der Betriebshaftpflichtversicherung abgedeckt.

Echte Vermögensschäden unterscheiden sich von unechten darin, dass sie unabhängig von einem Personen- oder Sachschaden entstehen.

Tipp: Viele Versicherer bieten für Startups günstige Basispakete an, die die gröbsten Risiken abdecken. Sobald das Unternehmen wächst, kann die Versicherungssumme flexibel an den neuen Bedarf angepasst werden.

Inhaltsversicherung (auch Sachversicherung)

Sie greift bei Verlust oder Beschädigung des Lagerbestandes und des Inventars. Während die Betriebshaftpflicht und die Berufshaftpflicht für Schäden bei anderen aufkommen, deckt die Inhalts- bzw. Sachversicherung als wichtige Versicherung für Startups deren Eigenschäden ab. Versichert sind die bewegliche Büroausstattung, Maschinen, Rohstoffe, Warenbestand und sogar Dinge, die im Auto liegen.

Da viele Startups – nicht nur im Hightech-Bereich – mittlerweile mit kostspieligem Equipment arbeiten, also teure Computertechnik, 3D-Drucker, mobile Geräte etc. verwenden, kann der Ersatz und eventuelle Verdienstausfälle schnell die Existenz bedrohen. Die Sachversicherung bietet hier unkomplizierte Hilfen und übernimmt den Schaden im Falle einer Betriebsunterbrechung und sie kommt für Kosten auf, die durch Schäden am Mobiliar und an der Technik / Elektronik z. B. durch Brand-, Leitungswasser-, Einbruchdiebstahl-, Sturm- oder Hagelschaden entstehen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Auch wenn viele es nicht auf dem Schirm haben, aber auch Startup-Gründer können früh berufsunfähig werden. Dazu „braucht“ es nur einen Unfall oder eine plötzlich auftretende ernsthafte Erkrankung. Hier haben psychische Leiden mittlerweile den Klassikern Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie Krebserkrankungen den Rang abgelaufen. Da die meisten von ihrem Einkommen ihr Leben finanzieren müssen, wird der teilweise oder vollständige Wegfall der Arbeitskraft schnell zur Existenzbedrohung. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung lässt sich dieses Risiko z. B. mit einer BU-Rente absichern, die gerade in jungen Jahren bei guter Gesundheit günstig abzuschließen ist.

Cyber-Versicherung

In mindestens einer Folge der Lieblingsserie kommt es irgendwann zu einem dieser berüchtigten Hackerangriffe, bei der die verschlüsselte IT erst wieder freigeben wird, wenn ein Vermögen in Bitcoins geflossen ist. Auch in weniger spektakulären Fällen von Cyber-Kriminalität und selbst verschuldeten Schäden bei der IT-Sicherheit puffert eine entsprechende Absicherung große Schäden ab.

Eine Cyber-Versicherung kommt für Schäden auf, die dem Unternehmen durch einen Angriff auf die IT entstehen. Also etwa, wenn sensible Daten verloren gehen oder geheime Daten veröffentlicht werden. Sie deckt auch Kosten ab, die Schäden bei Dritten verursachen. Da reicht es schon, wenn unwissentlich schadhafte Malware per E‑Mail an Kunden versendet wird und dadurch ein Schaden entsteht. Die Cyber-Versicherung geht sogar so weit, den Bereich Rufschädigung abzudecken, denn neben finanziellen Schäden kann ein negatives Bild in der Öffentlichkeit für ein junges Unternehmen schnell den Ruin bedeuten. Ein gut aufgestelltes Krisen- und Reputationsmanagement sorgt dafür, dass ein Unternehmen sich aus derart schwierigen Zeiten herausmanövriert.

Rechtsschutzversicherung

Auch das sieht, durch die rosarote Brille von Existenzgründern betrachtet, nicht relevant aus: eine Rechtsschutzversicherung. Durch unzufriedene Kunden, Streitigkeiten mit (ehemaligen) Mitarbeitern oder Problemen mit Vermietern und Lieferanten schnell auf den Boden der Tatsachen geholt, führen solche Streitfälle dann zu waschechten rechtlichen Auseinandersetzung. Mit einer Rechtsschutzversicherung ist man vor Schäden abgesichert, die durch einen Rechtsstreit entstehen können: Dazu gehören neben den Rechtsanwalts- und Gerichtskosten auch die Kosten für Gutachten und Zeugen. Viele Versicherungen übernehmen auch die Kosten eines Mediators, da zunächst üblicherweise die Möglichkeit einer außergerichtlichen Verhandlung geprüft wird.

Tipp: Als Schutz vor möglichen Klagen Dritter, reicht Startups in der Gründungsphase möglicherweise die Betriebshaftpflicht (kombiniert mit einer Berufshaftpflicht) aus, denn diese wehrt unberechtigte Ansprüche ab. Knifflig wird es beim Schutz der eigenen Dienste und Produkte. Hierfür ist eine Rechtsschutzversicherung nötig, damit ein Startup selbst abmahnen oder klagen kann. Allein das Wissen um das Vorhandensein eines Rechtschutzes schont die eigenen Nerven und entfaltet eine gewisse abschreckende Wirkung.

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